Freitag, 14. Januar 2011

Des Teufels Gott

Ich liebte es, mit meiner Freundin nachts durch Wälder zu streifen. In der Finsternis die Grimassen der Natur zu erforschen. Wir übernachteten gerne unter freiem Himmel und erzählten uns oft Horrormärchen, die wir uns aus reiner Lust vorm Gruseln aus phanta­sierten. Leider haben wir jedes Mal mehr gelacht, als gefürchtet. Wir waren achtzehn jäh­rige Mädchen, die immer eine realistische Erklärung für übersinnliche Ereignisse fanden. So etwas wie Angst hatten wir nie gespürt. Deshalb hatten wir die Warnungen der Dorf­bewohner auch nicht ernst genommen. Wir wollten auch die Nacht zum 31. Oktober un­ter freiem Himmel übernachten. Ich suchte nach Orten, in denen unheimliche Mythen herrschten. Ich fand ein Dorf und wir beschlossen die Nacht zu Halloween in dem nahe gelegenen Wald zu verbringen. Die Einheimischen warnten uns vor diesem Wald. Es sei zu gefährlich in dieser Zeit dort zu zelten. Sie meinten, dass dort in der Halloweennacht ein grauenhaftes Ungeheuer umher eilt und sich neue Opfer sucht. Eine schreckliche Kreatur, die alles tötet, was sich ihr nähert. Sie nannten sie des Teufels Gott. Natürlich glaubten wir den Schwachsinn nicht und hörten den Dorfbewohnern nicht länger zu. Wir freuten uns, den Leuten zu zeigen, dass ihr Ungeheuer nur Märchen ist und wussten nicht was auf uns zu kommen wird. Doch den Bewohnern des Dorfes war klar, dass mindes­tens einer von uns beiden in dieser Nacht sein Leben lassen würde.


Trotz allen gingen wir um elf Uhr nachts fort und wollten in diesem Urwald von Bäumen übernachten. Wie immer hatten wir beschlossen nur in Schlafsäcken zu schlafen. Eigent­lich fanden wir es in dem Wald sehr schön. Die Bäume raschelten, die Eulen heulten und die Zirpen spielten uns ein schönes Lied. Alles harmonierte. Ich hätte nie gedacht, dass in diesem Paradies ein Ungeheuer des Teufels leben soll. Doch bald sollte ich erfahren, dass selbst ein Paradies zur Hölle werden kann.
Wir hörten die Kirchenglocken des Dorfes zwölf schlagen und urplötzlich wurde es still. Kein Luftzug wehte, kein Tier war zu hören, die Bäume schienen wie tot. Wir blickten in den sternenklaren Himmel und erschraken. Der Mond färbte sich rot und schien die Farbe auf die Erde zu gießen. Doch selbst das war nur ein Vorgeschmack auf jenes, was uns noch bevorstehen würde. ......

So, dass wars erst mal mit meiner ersten für euch veröffentlichten Kurzgeschichte. Ich hoffe, ich finde bald ein Verlag, der meine Geschichten als gut empfindet und diese in einem Buch herausgibt. Denn dann könnt ihr das Ende lesen. Ich höffe es hat euch bis jetzt gefallen.
Viele leibe Wünsche
das kleine Ich (Isi)

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